Dramaturg für Musiktheater, Ballett und Konzert
André Sievers studierte Musiktheaterwissenschaft (BA) sowie Oper & Performance (MA) an der Universität Bayreuth bei Prof. Dr. Kordula Knaus und Prof. Dr. Anno Mungen.
Bereits während seines Studiums sammelte er umfassende praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen des Musiktheaters. Hospitanzen und Assistenzen in Dramaturgie, Regie und Produktionsmanagement führten ihn so unter anderem an die Deutsche Oper Berlin, das Staatstheater Kassel, das Theater Münster, das Theater für Niedersachsen in Hildesheim, das Landestheater Eisenach und das Staatstheater Meiningen. Weitere prägende Erfahrungen sammelte er bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen. Den Festspielen ist er bis heute verbunden und übernimmt dort regelmäßig die Erstellung und musikalische Einrichtung der Übertitel für die Festspielopern.
Von Februar bis Juli 2022 war er als Pressedramaturg am Staatstheater Meiningen tätig, wo er eine Elternzeitvertretung übernahm. Seit September 2022 ist er als leitender Dramaturg für Musiktheater, Ballett und Konzert am Landestheater Coburg engagiert.
Parallel zu seiner Theaterpraxis widmet er sich der musiktheaterwissenschaftlichen Forschung. Sein besonderes Interesse gilt Georg Friedrich Händel sowie dem dänischen Musiktheater, hier besonders das Schaffen des Komponisten August Enna. Gegenwärtig promoviert er im Fach Historische Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Im Zentrum seines Dissertationsprojekts steht August Ennas 1897 uraufgeführter einaktigen Oper "Den lille pige med svovlstikkerne" (dt. "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern") nach Hans Christian Andersens gleichnamigen Kunstmärchen. Die Arbeit verbindet eine werkanalytische Studie mit der Erarbeitung einer kritischen Edition der Oper.
Im Wintersemester 2026/27 unterrichtet er zudem im Rahmen eines Lehrauftrags an der Professur für Musikwissenschaft der Universität Bayreuth.
Foto: Bastian Suffa