Menschen kommen und gehen, begegnen einander, weichen sich aus und verschwinden wieder in der Anonymität der Masse. Auf einem öffentlichen Platz entstehen aus flüchtigen Blicken, Gesten und Bewegungen unzählige Geschichten. In dieser Ballettfassung werden zehn Tänzer*innen zu Fremden, die plötzlich denselben Raum teilen. Zwischen individueller Identität und dem Sog des Kollektivs entfaltet sich ein choreografischer Kosmos aus Begegnung, Distanz und Vergänglichkeit. Aus alltäglichen Bewegungen wachsen komplexe Strukturen, aus zufälligen Berührungen entstehen unsichtbare Verbindungen. Doch je stärker die Gruppe zusammenwächst, desto mehr droht das Individuum zu verschwinden ...
Das Ballett nach Peter Handkes Die Stunde da wir nichts voneinander wussten überträgt die wortlose Theatervorlage in die Sprache des Tanzes und kreiert eine poetischen Reflexion über Einsamkeit und Zugehörigkeit, über das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Masse und über die Suche nach dem eigenen Platz in einer Welt voller flüchtiger Begegnungen.
(Inszenierung/Choreografie/Bühnenbild)
Hans Henning Paar / Jaume Costa
(Kostüme)
(Dramaturgie)